Zahnkronen2018-02-13T15:44:11+00:00

Zahnkronen
als Zahnersatz

Mit einer Krone ist im heutigen Sprachgebrauch die Versorgung eines natürlichen Zahnes mit einer künstlichen Zahnkrone gemeint. Ursprünglich jedoch ist die Zahnkrone der Teil eines natürlichen Zahnes, der aus dem Zahnfleisch herausragt und zu sehen ist – wegen der zackigen Form im oberen Bereich eben auch als Krone bezeichnet. Nachfolgend beziehen wir uns auf künstliche Kronen als Zahnersatz. Sie sind in der Regel dann für die Versorgung eines Zahnes notwendig, wenn der Defekt zu groß ist, um den Zahn mit einer Füllung oder einem Inlay zu sanieren. Für eine Krone muss der Zahn zuvor präpariert werden. Anschließend nimmt man einen Abdruck, auf dessen Basis die künstliche Zahnkrone dann im zahntechnischen Labor angefertigt wird. Da dieser Arbeitsgang einige Tage beansprucht, trägt man in der Zwischenzeit ein Provisorium, in der Regel aus Kunststoff. Alternativ und unter bestimmten Bedingungen bietet sich das Tragen von Langzeitprovisorien an. Das ist z. B. sinnvoll, wenn ein wurzelbehandelter Zahn mit einer Krone versehen werden soll. Hier kann das Provisorium eine gute Lösung sein, um dem Zahn nach der Wurzelbehandlung zunächst Ruhe zu gönnen und den Erfolg dieser Therapie abzuwarten. Unter ästhetischen Gesichtspunkten haben Langzeitprovisorien ebenfalls ihre Berechtigung, nämlich dann, wenn man zunächst Testkronen tragen möchte, um das Aussehen und die korrekte Funktionsweise des neuen Zahnersatzes zu überprüfen.

Die Vollkeramikkrone

Die Zahnkrone komplett aus Keramik, also eine Vollkeramikkrone, genügt höchsten ästhetischen Ansprüchen. Zwischen den noch vorhandenen, natürlichen Zähnen ist sie nicht mehr als Zahnersatz wahrnehmbar. Das ist u. a. darauf zurückzuführen, dass die Vollkeramikrone vom Zahntechniker in höchstem Maße individualisiert werden kann, was beispielsweise Zahnfarbnuancen, Zahnform, Lichtdurchlässigkeit und die Anpassung an Besonderheiten der vorhandenen Zähne betrifft. Keramik ist darüber hinaus biokompatibel. Das heißt, bei diesem Material kann man Negativwirkungen auf das natürliche Gewebe weitgehend ausschließen.

Die Teilkrone aus Keramik

Eine keramische Teilkrone ist genau genommen ein größeres Inlay. Im Gegensatz zu diesem, das an Stelle einer Füllung in den Zahn eingebracht wird, kann die Teilkrone jedoch auch größere Substanzdefekte der Zahnoberflächen ausgleichen. Bei einer keramischen Teilkrone kann in der Regel substanzschonender präpariert werden als bei einer Vollkrone. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch das Veneer für die Frontzähne eine Art keramische Teilkrone ist. Dem Veneer widmen wir wegen seiner besonderen Stellung für die Zahnästhetik ein eigenes Kapitel.

Die Galvanokrone

Bei der Galvanokrone besteht die Krone im Inneren, und das ist der Gegensatz zur Vollkeramikkrone, aus Feingold. Außen herum ist auch die Galvanokrone mit hochwertiger Keramik verblendet und entspricht damit ebenfalls hohen Anforderungen an die Zahnästhetik.

Die voll verblendete Krone

Immer dann, wenn von einer verblendeten Krone die Rede ist, kann man davon ausgehen, dass das Gerüst dieser Krone aus Metall besteht. Bei einer Vollverblendung ist es jedoch nicht sichtbar. Die Verblendung selbst kann aus Keramik oder aus Kunststoff angefertigt werden. Die Keramikverblendung ist dabei ästhetisch schöner, weil sie optisch besser an die vorhandenen Zähne angepasst werden kann. Diese Anpassung ist jedoch auch sehr aufwendig, was Keramikverblendungen teurer als solche aus Kunststoff macht. Auch für voll verblendete Kronen gilt: Sie sind, Qualität vorausgesetzt, nicht als Zahnersatz zu erkennen.

Die teilweise verblendete Krone

Bei einer nur zum Teil verblendeten Krone ist das metallische Innere der Krone teilweise sichtbar, und zwar auf der Kaufläche und zur Zunge hin. Aus ästhetischen Gründen wird diese Zahnersatzlösung von vielen Patienten jedoch abgelehnt.

Die Implantatkrone

Nach der Implantation einer künstlichen Zahnwurzel – dem Implantat – wird diese mit einer Krone versehen. Krone und Implantat werden fest miteinander verbunden. Damit ist die einst bestehende Lücke in der Zahnreihe wieder geschlossen. Außenstehende nehmen die Implantatkrone nicht als Zahnersatz wahr, sondern als echten Zahn. Wie bei anderen Kronen auch, kann die Implantatkrone entweder komplett aus Keramik bestehen oder im Kern Metall enthalten, das außen herum mit Keramik verblendet wird.