Inlays
als Zahnersatz

Inlay ist ursprünglich die englische Bezeichnung für eine Einlagefüllung. Im Unterschied zur normalen Zahnfüllung, bei der plastisches Füllmaterial direkt in den Zahn eingebracht wird und dort aushärtet, wird das Inlay im zahntechnischen Labor angefertigt. Die Basis dafür ist ein Abdruck des Kiefers oder zumindest des Zahnes, der mit dem Inlay versorgt werden soll. Dieser Abdruck kann konventionell mit Abdruckmaterial und Abdrucklöffeln oder digital mit einer digitalen Mundkamera hergestellt werden. Für die Anfertigung von Inlays kommen Gold, Keramik oder Kunststoff in Frage.

Das Goldinlay

Bei einem Goldinlay handelt es sich nie um ein Inlay aus reinem Gold, sondern aus einer Goldlegierung. Gold selbst ist für Zahnersatz zu weich. Um einen gewissen Härtegrad zu erreichen, mischt man deshalb Legierungen wie z. B. Platin und Silber hinzu. Kupfer wird nicht mehr verwendet, da es nachdunkeln kann. Das Goldinlay, wenn es perfekt gefertigt und eingesetzt wurde, hat eine beinahe unbegrenzte Haltbarkeit. Das bestätigen jahrzehntelange Erfahrungen in der Zahnmedizin. Da sich Goldinlays von der Form her nicht verändern, bleibt der so genannte Randschluss gewahrt. Aus ästhetischen Gründen verwendet man Goldinlays in Deutschland jedoch kaum noch für die Frontzähne, sondern im Seitenzahnbereich. Hier fällt die Goldfüllung nicht so auf.

Das Keramikinlay

Für Patienten besteht der größte Unterschied zwischen Goldinlay und Keramikinlay darin, dass ein Keramikinlay dem natürlichen Zahn im Aussehen am nächsten kommt. Es lässt sich der individuellen Zahnfarbe so perfekt anpassen, dass Außenstehende den behandelten Zahn als vollständig gesund wahrnehmen. Zusätzlich ist das Keramikinlay dafür geeignet, einen geschwächten Zahn im Inneren zu stabilisieren. Auch die adhäsive Verbundtechnik beim Einsetzen des Inlays trägt dazu bei. Sie macht diesen letzten Arbeitsgang allerdings auch sehr zeitintensiv. Der Zahntechniker fertigt das Keramikinlay durch schichtweises Brennen im Brennofen an. Alternativ lassen sich Keramikinlays auch mit einer Presstechnik herstellen. Die Lebensdauer von Keramikinlays ist schon wegen der Härte des Materials hoch.

Cerec-Inlay als Sonderfall des Keramikinlays

Dieses Keramikinlay wird in einem besonderen Verfahren hergestellt und kann bereits kurze Zeit nach der Vorbereitung des Zahnes eingesetzt werden. Der Abdruck erfolgt prinzipiell digital. Anschließend erstellt ein Computersystem ein dreidimensionales Bild des neuen Inlays. Das Inlay selbst wird dann von einem Roboter aus einem Keramikblock heraus gefräst und ist sofort einsetzbar. Daher stammt auch der inzwischen häufiger verwendete Begriff Inlay to go. Die Keramikblöcke, die im Cerec-Verfahren bearbeitet werden, weisen jedoch nicht dieselbe Bandbreite an Farbschattierungen auf, wie es bei laborgefertigten Keramikinlays der Fall ist. Deshalb lässt man Cerec-Inlays inzwischen auch von einem Zahntechniker individualisieren, indem zusätzlich per Hand verschiedene Farbschattierungen aufgetragen werden. Auf ein individualisiertes Cerec muss man allerdings bis zum Folgetermin warten.

Das Kunststoffinlay

Kunststoffinlays ähneln solchen aus Keramik in Ästhetik und Funktion, sind aber weniger hart. Sie nutzen sich also eher ab, was sich auf ihre Lebensdauer nachteilig auswirkt. Auch Kunststoffinlays lassen sich gut an die individuelle Zahnfarbe angleichen. Und wie bei Keramikinlays erfolgt die Befestigung über zeitaufwendige Adhäsivtechniken. Kunststoffinlays sind aus Compositen, plastischen Füllungsmaterialien, die auch für normale Zahnfüllungen verwendet werden.