Veneers – kleiner
Unterschied, große Wirkung

Veneers lassen sich nach Material, Herstellungsverfahren und ästhetischem Ergebnis unterscheiden. Sie sind in der Regel aus Keramik, selten aus Kunststoff. Die Materialwahl richtet sich nach dem Zweck. Probe-Veneers werden aus Kunststoff angefertigt. Veneers, die dauerhaft auf die Zähne geklebt werden sollen, sind grundsätzlich aus Keramik.

Konventionelle Veneers

Die in der modernen Zahnästhetik verwendeten Veneers sind aus Keramik und werden deshalb auch Keramikveneers, keramische Verblendschalen für die Zähne oder Porzellanschalen genannt. Sie haben eine Stärke von 0,3 bis 1 mm und sind damit der Allrounder unter allen Veneer-Arten. Üblicherweise ist das Aufbringen konventioneller Veneers mit einer geringfügigen Präparation der Zahnoberfläche für optimalen Halt verbunden. Anschließend werden die Veneers dauerhaft auf den Zahn geklebt. Konventionelle Veneers verwendet man aufgrund ihrer ästhetischen Qualität auch für die Versorgung eines einzelnen Zahnes mit einem Veneer.

Bei der Herstellung konventioneller Veneers gibt es einige Unterschiede. Manche Veneers werden computergefräst, andere bestehen komplett aus gepresster Keramik. Es gibt auch die Variante, eine gepresste Facette anschließend mit geschichteter Keramik zu versehen. Die mit Abstand natürlichste und hochwertigste Variante ist das rein geschichtete Veneer. Hier kann man Farbnuancen und individuelle Zahnformen perfekt herausarbeiten und erreicht ein einzigartiges Maß an Lichtdurchlässigkeit, von der die natürliche Wirkung des Veneers entscheidend abhängt. Rein geschichtete Veneers sind kleine Kunstwerke, deren Anfertigung nur wenige Zahntechniker bis zur Vollkommenheit beherrschen.

Teil-Veneers oder Additionals

So genannte Additionals sind winzige Teil-Veneers, mit denen lediglich eine Lücke geschlossen oder die fehlende Ecke eines Zahnes mit Keramik ausgeglichen wird. Bei dieser Form des Veneers ist weder eine Präparation notwendig, noch wird die restliche Fläche des Zahnes beklebt.

Non-Prep-Veneers

Hier sagt der Name bereits, dass die Veneers ohne Präparation des Zahnes aufgeklebt werden. Non-Prep-Veneers sind ebenfalls aus Keramik, aber so dünn, dass ihre Verwendung nur eingeschränkt möglich ist. Verfärbte Zähne oder vorhandene Füllungen werden damit nur unzureichend abgedeckt. Ein optimales ästhetisches Ergebnis erreicht man nur, wenn möglichst mehrere Frontzähne (mindestens 4 pro Kiefer) gleichzeitig mit Non-Prep-Veneers versorgt werden. Die Kosten für diese Art von Veneers sind höher, weil das Herstellungsverfahren komplizierter und aufwendiger ist.

Lumineers

Lumineers sind eigentlich Non-Prep-Veneers, werden aber nur in den USA, und auch dort nur in einem einzigen Labor, hergestellt. Diese Tatsache und die Verwendung einer speziellen patentierten Keramik sowie eines weiterentwickelten Verfahrens unterscheidet die üblichen Non-Prep-Veneers von den Lumineers. Die Einsatzgebiete von Lumineers sind ähnlich eingeschränkt wie die herkömmlicher Non-Prep-Veneers. Ein zusätzlicher Nachteil ist die ausschließliche Herstellung in den USA, was dem Patienten bis zur Fertigstellung seiner Zähne viel Geduld abverlangt.

Kunststoff-Veneers

Kunststoff-Veneers sind provisorische Veneers. Sie schützen die vorbehandelten Zähne so lange, bis die echten Veneers aus Keramik im Labor fertiggestellt sind und eingesetzt werden können. Das dauert etwas sieben bis zehn Tage.

Probe-Veneers

Probe-Veneers sind ebenfalls aus Kunststoff und werden im Rahmen eines Mock-up getragen. Das Besondere an Probe-Veneers ist, dass sie auf dieselbe Weise wie Keramikveneers hergestellt werden und sich nachträglich verändern lassen, z. B. im Hinblick auf die Zahnfarbe oder in der Länge. Nicht jeder Zahnarzt bietet die Anfertigung von Probe-Veneers an. Man braucht einen guten Blick für Ästhetik und muss einschätzen können, was individuell zum Patienten passt. Da Veneers nicht nur das Aussehen der Zähne verändern, sondern auch Auswirkungen auf Aussprache und Mundgefühl haben, ist das Tragen von Probe-Veneers mit einer Reihe von Vorteilen verbunden. Bis hin zu der Tatsache, dass Probe-Veneers mehr Sicherheit für Planung und Anfertigung der endgültigen Veneers geben.