Folgen der
Parodontose

Bleibt eine Parodontose unbehandelt, führt sie in letzter Konsequenz nicht nur zu Zahnverlust. Inzwischen gibt es zahlreiche Studien und Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen Parodontose und ernsthaften Erkrankungen des gesamten Körpers belegen.

Als gesichert gilt, dass eine unbehandelte Parodontose Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslöst, in Wechselwirkung zur Volkskrankheit Diabetes steht, Infektionen der Atemorgane begünstigen kann und für Schwangere die Gefahr einer Frühgeburt mit sich bringt. Man weiß inzwischen auch, dass Parodontose ein erhöhtes Risiko für Gefäßkrankheiten wie einen Hirnschlag darstellt. Schließlich wird sogar vermutet, dass das Vorliegen einer Osteoporose die Entstehung einer Parodontose begünstigt.

Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen

In dem Moment, da die Parodontose-Bakterien in den Blutkreislauf gelangen, stellen sie eine Gefahr für den gesamten Organismus dar. Man vermutet deshalb, dass Parodontose für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein ähnlich hohes Risiko bedeutet wie Übergewicht oder Bluthochdruck. Das vor allem auch deshalb, weil Parodontose eine chronische Entzündung ist.

Diabetes

Die Wechselwirkung zwischen Parodontose und Diabetes wird seit Jahrzehnten untersucht, weil bereits seit 60 Jahren bekannt ist, dass schlecht eingestellte Diabetiker meist gleichzeitig an einer Parodontose leiden. Als erwiesen gilt auch, dass Zahnfleischentzündungen bei schlecht eingestellten Diabetikern deutlich schneller voranschreiten als bei anderen. Neu hinzugekommen ist die Vermutung, dass nicht nur der Diabetes auf die Parodontose, sondern auch die Parodontose auf den Diabetes Einfluss nimmt.

Atemwegserkrankungen

Amerikanische Studien belegen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen mangelnder Mundhygiene und Atemwegserkrankungen gibt. Man fand heraus, dass eine voranschreitende Parodontose gleichermaßen die Lungenfunktion chronisch Bronchitiskranker beeinträchtigt.

Risiko einer Frühgeburt

Dieses Risiko steigt lt. amerikanischer Studien um das mehr als 7fache, wenn eine Parodontose unbehandelt bleibt.

Osteoporose

Bei einer Osteoporose schwindet die Knochenmasse im Körper. Davon ist nachweislich auch der Kieferknochen betroffen. Studien belegen, dass Frauen mit Osteoporose mehr Zähne verlieren als gesunde Frauen desselben Alters.

Mundgeruch

Das ist Begleiterscheinung und Folge der Parodontose zugleich. Mundgeruch ist zwar keine gefährliche Krankheit, hat aber enormen Einfluss auf unsere Befindlichkeit. Denn wer unter Mundgeruch leidet, wird von seinen Mitmenschen oft gemieden. Die berufliche Karriere kann dadurch gefährdet sein, aber auch das Privatleben. Mundgeruch steht als negativ besetzte Eigenheit auf einem der Spitzenplätze, wenn es um zwischenmenschliche Kontakte geht.

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