Titan- oder Keramikimplantat?2019-08-19T19:35:33+00:00

Titan- oder Keramikimplantat?
Material bei Zahnimplantaten

Bei Zahnimplantaten hat sich Titan seit mehr als 30 Jahren bewährt. Reintitan überzeugt durch gute Verträglichkeit, hohe Stabilität und schnelle Einheilung. Inzwischen werden auch Implantate aus verwendet. Keramik, auch Zirkonoxid genannt, ermöglicht eine absolut metallfreie, verträgliche Versorgung mit Zahnimplantaten. Ob für Sie Titan oder Keramik in Frage kommt, klären wir gern im persönlichen Gespräch und nach eingehender Untersuchung. Bei der Frage nach dem Material beziehen wir gern auch Ihre betreuenden Ärzte oder Naturheilkundler mit ein. Hier ein Überblick über die unterschiedlichen Materialeigenschaften:

Unterschiede bei der Implantation

Bei Titanimplantaten können knochenaufbauende Maßnahmen und die Implantation selbst in einer OP vorgenommen werden. Bei Keramikimplantaten sind dafür zwei separate operative Eingriffe notwendig.

Unterschiede bei der Stabilität

Titanimplantate sind meist zweiteilig. Bei zweiteiligen Implantaten werden Wurzel und Aufbau miteinander verschraubt und gewährleisten so dauerhafte Stabilität für das Implantat. Keramikimplantate sind entweder ein- oder zweiteilig. Einteilige Implantate müssen für das Aufbringen des Zahnersatzes nach dem Einheilen beschliffen werden. Das kann zu Materialrissen und Materialermüdung führen. Zweiteilige Keramikimplantate werden geklebt, was ihre langfristige Stabilität in Frage stellt.

Unterschiede beim Einheilungsprozess

Reintitan gilt als biokompatibel und wird vom Gewebe nicht abgestoßen. Während der Einheilphase, der so genannten Osseointegration, bilden sich neue Knochenzellen, so dass das Implantat fest mit dem Kieferknochen verwächst. Die Oberfläche von Vollkeramik ist extrem glatt, so dass die Einheilungszeit deutlich länger dauern kann als bei Titan.

Unterschiede in der Ästhetik

In der Regel sind Implantate nicht sichtbar. Bei den Vorderzähnen ist es jedoch möglich, dass das die Titanschraube durchschimmert. Vollkeramik als hellerer Werkstoff ist unsichtbar und eindeutig ästhetisch die bessere Lösung.