Häufige Fragen
zur Implantation

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Die klassische Zahnimplantation verläuft in 3 Phasen.
Phase 1: Die künstliche Zahnwurzel – das Implantat – wird bei einem operativen Eingriff in den Kieferknochen eingesetzt. Die Wunde wird anschließend vernäht.

Phase 1 – Vorbereitung zum Einsetzen des Implantats
Phase 1 – Einsetzen des Implantats

 

Phase 2: Das Zahnimplantat heilt ein, ca. 3 bis 6 Monate lang. In dieser Zeit ist die Lücke über der Wunde mit einem Provisorium verschlossen, das keinen direkten Kontakt zum Implantat hat.

Phase 2 – Einheilen des Implantats

 

Phase 3: Nach der Einheilphase wird das Implantat so weit freigelegt, dass der Zahnersatz darauf befestigt werden kann. Außerdem achtet der Operateur darauf, dass das Zahnfleisch wie bei einem natürlichen Zahn fest an Implantat und Zahnersatz anliegt.

Phase 3 – Freilegung des Implantats für Zahnersatz
Phase 3 – Befestigung des Zahnersatzes auf dem Implantat

Ein instabiles Abwehrsystem kann den vorzeitigen Verlust des Zahnimplantats bedeuten, denn unmittelbar nach der Implantation muss das Immunsystem aktiv werden. Seine Aufgabe: Vernichtung der Bakterien, die trotz größter Sorgfalt bei der Implantation zwangsläufig in die Wunde gelangen. Die Stärke des Immunsystems entscheidet darüber, ob das gelingt und das Zahnimplantat planmäßig einwächst oder ob es zu einer Wundheilungsstörung kommt. Deshalb trägt ein stabiler Allgemeinzustand des Patienten zum Erfolg der Zahnimplantation bei.

Eine bestehende Parodontitis kann sich auf eine Zahnimplantation ungünstig auswirken. Sie spricht vor allem für eine Spätbelastung des Implantats, weil der Knochen häufig nicht die erforderliche Qualität hat. Der Vorteil dieser Spätbelastung: Das Implantat ist bereits vollständig im Kieferknochen eingewachsen und hat sich fest mit diesem verbunden, nicht nur mechanisch, sondern auch organisch. Belastet man das Implantat erst in diesem Stadium mit einer Krone oder Brücke, konnte sich bereits ausreichend neue Knochensubstanz bilden, um dem Zahnersatz guten Halt zu geben.

Über den Prozess der Knochenbildung und der damit verbundenen Stabilität des Implantats entscheidet auch das Implantatmaterial. Heute verwendet man Zahnimplantate aus Reintitan. Das ist biokompatibel und löst keinerlei allergische Reaktionen aus. Ein Titanimplantat wird vom Gewebe nicht als Fremdkörper abgestoßen. Im Gegenteil: Die mikrostrukturierten Implantatoberflächen, die die Wissenschaftler inzwischen entwickelt haben, sind sogar wachstumsaktivierend. Sie haben eine gewisse Rauigkeit. Durch Vertiefungen und Erhöhungen entstehen dreidimensional ausgebildete Oberflächen, auf denen Knochenzellen besser haften und sich schneller miteinander verbinden. Das beschleunigt den Prozess der Knochenbildung und sorgt dafür, dass das Zahnimplantat schneller fest einwächst.

  • bestimmte Erkrankungen oder ein geschwächtes Immunsystem
  • die Einnahme bestimmter Medikamente
  • eine fehlende systematische Mundhygiene
  • ein hohes Misserfolgsrisiko bei Rauchern